Internet Tipps
Google
27 Mai 2006

eDonkey Tauschboersen Nutzern geht es an den Kragen

In Deutschland wurde eine groß angelegte Razzia gegen Tauschbörsen-Uploader durchgeführt. Über 3.500 Verdächtige wurden identifiziert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln gab es landesweit 130 Hausdurchsuchungen. Die Durchsuchungen begannen zeitgleich, rund 100 Computer und mehrere 1.000 Datenträger sollen sichergestellt und insgesamt 3.500 Verdächtige identifiziert worden sein, die jeweils bis zu 8.000 Dateien über die Tauschbörse eDonkey angeboten haben sollen. Gegen alle Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, die betroffenen Musikfirmen hätten Strafanträge gestellt. Verhaftet wurde bisher allerdings noch niemand.

Die Dateien waren laut Staatsanwaltschaft über einen Server getauscht worden, der im nordrhein-westfälischen Erftkreis bei Köln steht.

Bei den Ermittlungen kam eine speziell zu diesem Zweck entwickelte Software zum Einsatz, die innerhalb von zwei Monaten über 800.000 Datensätze und mehr als 14 GB Log-Dateien produzierte. Mit diesen Daten sei es gelungen, insgesamt mehr als 3.500 Nutzer zu identifizieren, teilte der Verband der Musikindustrie [IFPI] mit.

Durchsuchungsanträge seien für diejenigen gestellt worden, die im Beobachtungszeitraum 500 und mehr Dateien angeboten hätten.