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14 Juni 2006

Datenrettung oder Datenpfusch

Erst der unsachgemäße Versuch, Daten zu retten, führt oft tatsächlich zu ihrem endgültigen Verlust, ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage der auf Datenrettung spezialisierten Firma Kroll Ontrack.

Bedenklich sei demnach, dass nur 13 Prozent der Befragten in Firmen zuerst daran denken, die IT-Abteilung ihrer Firma zu benachrichtigen. Hingegen versuchen 75 Prozent der befragten Angestellten, den Datenverlust im Alleingang zu beheben.

Spezielle Software zur Datenrettung, mit der die verlorenen Daten in vielen Fällen auch in Eigenregie wiederhergestellt werden können, sollten laut Kroll nicht eingesetzt werden, wenn Anzeichen für einen Hardware-Defekt vorliegen.

Bei einem Festplatten-Crash seien oft Geräusche wie ein Klackern, Reiben oder sehr hohe Töne wahrnehmbar. Ein Neustart könne die Festplatte endgültig zerstören, heißt es.

Durch Wasser beschädigte Datenträger sollten feucht gehalten werden - im Wasser belassen oder in feuchte Tücher eingewickelt - und sofort in ein Datenrettungslabor gebracht werden. Deutlich abgeraten wird davon, durch Wasser beschädigte Datenträger mit Wärme [zum Beispiel mit dem Föhn] zu trocknen. Festplatten, die mit Salzwasser in Berührung gekommen sind, erfordern eine spezielle Behandlung.