Windows Vista
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11 November 2006

Vista benötigt kein Anti Virus Programm

Wann Vista fertig sein und in Produktion gehen wird? Wie das Nachrichtenportal Cnet berichtet, wird als erstes die Business-Version erscheinen, die Privatkundenversion am 30. Januar 2007. Anlässlich der Produktionsankündigung hat Microsofts Co-President Jim Allchin erneut auf die verbesserten Sicherheitsfeatures von Vista hingewiesen. So habe er kein Problem damit, sollte das neue Betriebssystem von seinem 7-jährigen Sohn ohne aktivierte Antiviren-Software verwendet werden.

Voraussetzung dafür ist Allchin zufolge die Aktivierung der Parental-Control-Funktion, die Eltern und Erziehungsberechtigten eine weitreichende Kontrolle über die Webaktivitäten ihrer Sprösslinge gibt. So können Eltern festlegen, welche Webseiten besucht werden und auf welchen Adressen Downloads gestattet sind.

Weiters wies Allchin auf die von Grund auf überarbeitete Vista-Architektur und das neue ASLR-Verfahren (Address Space Layout Randomization) hin. ASLR sorgt für die dynamische und computerspezifische Organisation der Hauptspeicher-Bereiche. Da unter Vista Applikationen bei verschiedenen Computern per Zufallsprinzip in unterschiedliche Bereiche des Hauptspeichers geladen werden, gehen viele der herkömmlichen Wurmangriffe, die es auf einen bestimmten Systembereich abgesehen haben, nun ins Leere.

"Wir haben Barriere um Barriere aufgezogen und die Sicherheit gegenüber Windows XP SP2 entscheidend verbessert. Natürlich werden mit der Zeit die Anforderungen wieder steigen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist Vista das sicherste System, das derzeit möglich ist", so Allchin.
Auch der neue Internet Explorer 7 in Kombination mit Vista verspricht einen verbesserten Schutz.

Der überarbeitete Browser wird standardmäßig in einem geschützten Modus laufen. Das bedeutet, dass die Applikation als Dienst mit niederer Berechtigungsstufe eingestuft ist, der nicht direkt auf das Betriebssystem zugreifen kann. Auch beim Rechtemanagement geht man verstärkt auf Nummer sicher. Im Gegensatz zu WindowsXP sieht Vista vor, dass Anwender für ihre tägliche Arbeit am Computer einen Modus mit eingeschränkten Rechten verwenden. Administratoren-Rechte werden passwortgeschützt nur für bestimmte Installationsprozesse und den damit zusammenhängenden Zeitraum gewährt. Damit will Microsoft verhindern, dass schadhafte Programme ohne Wissen der User und unter Ausnützung von Administratoren-Rechten sich im System einnisten können.