Windows Vista
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30 August 2006

Windows Vista - erste Preise

Bei Amazon sind kürzlich Preise des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows Vista aufgetaucht. Sie sind detailliert für die verschiedenen Versionen aufgeschlüsselt. Amazon verrät sogar ein genaues Verfügbarkeitsdatum und bietet Vorbestellungen an. Erscheinen soll das OS laut dem Internet-Händler am 30. Januar 2007.

Microsoft Kanada veröffentlichte ebenfalls eine Preisliste mit leicht höheren Zahlen, nahm sie jedoch nach kurzer Zeit wieder vom Netz.

Für 199 Dollar bekommt der Amazon-Kunde mit der Home-Basic-Version Einlass in die Vista-Welt. Die Variante kommt ohne grafisch aufwendiger Vista-Oberfläche aus und ist daher eher für altersschwache Rechner gedacht. Der Upgradepreis liegt bei knapp 100 Dollar. Die Home-Premium-Variante ist etwa mit der Home-Version von XP zu vergleichen und kostet bei Amazon 239 Dollar. Ist XP in der entsprechenden Version schon vorhanden, so sind 159 Dollar für das Upgrade fällig. Diese Version richtet sich an Heimanwender, deren Interesse an der grafischen Bedienoberfläche liegt.

In Unternehmen soll die 299 Dollar teure Vollversion zum Einsatz kommen. Hier gibt es das Upgrade für 199 Dollar. Die Vollversion enthält die Tablet-PC-Funktion sowie weitere Unternehmensanwendungen. An der obersten Spitze findet sich die Ultimate-Edition, die den Funktionsumfang der Home-Premuim-Edition abdeckt und zusätzlich einige von der Enterprise-Edition entlehnte Unternehmensfeatures enthält. Geschäftsanwender und fortgeschrittenen Privat Nutzer sollen für 399 Dollar gleichermaßen zufrieden gestellt werden. Das Upgrade kostet 259 Dollar.
26 August 2006

"Hacker" testen Windows Vista

IT-Experten sollen Vista-Schlupflöcher aufdecken und so helfen, das nächste MS-Betriebssystem sicherer zu machen. Mit der neuen Produktpolitik will der US-Softwarehersteller die Sicherheit seiner Erzeugnisse steigern und Kritiker in ihre Schranken weisen.

Zuletzt auf Anfang 2007 verschoben, könnte sich der Start von Microsofts nächstem Betriebssystem eventuell weiter hinauszögern. Der Grund: Software-Riese Microsoft möchte den Sicherheitslevel von Windows Vista vor seiner Veröffentlichung heben.

3.000 IT-Profis am Werk
Zu diesem Zweck wurde das System auf den gestern zu Ende gegangenen Black Hat Briefings, der Fachmesse für Sicherheitsexperten in Las Vegas, an rund 3.000 weltweit anerkannte Sicherheitsexperten ausgegeben.

Die auf diese Weise aufgedeckten Sicherheitsschlupflöcher sollen Endlos-Patches für das neue Produkt zur Ausnahme machen. Der neue Ansatz in Microsofts Produktpolitik fand breite Anerkennung und wird als wichtiger Schritt zur Verbesserung der Grundsicherheit des Systems bezeichnet.

Sicherheit soll oberste Priorität haben
Microsoft war in der Vergangenheit harscher Kritik ausgesetzt, da Sicherheitslücken bei MS-Kunden häufig zu Netzwerkausfällen und Betriebsunterbrechungen geführt hatten. Zudem sah sich der Software-Hersteller mit dem Vorwurf konfrontiert, dass entdeckte Sicherheitsmängel nicht schnell genug durch Updates behoben würden.

Mit seiner neuen Linie will der Softwareproduzent nun seine Kritiker eines Besseren belehren und aufzeigen, dass Sicherheitsfragen oberste Priorität haben.

Um die Sicherheit von Microsoft-Produkten in Zukunft zu gewährleisten, wurde ein eigenes Security-Team ins Leben gerufen, das alle Produkte im Auge behält und im Falle sicherheitstechnischer Mängel auch Auslieferungen blockieren kann, sofern interne Sicherheitstests nicht bestanden werden.

Windows Vista nicht vor April 2007?

Das US-Marktforschungsunternehmen Gartner geht weiterhin von einer Verschiebung des kommerziellen Starts von Windows Vista auf April 2007 aus. Das hat Gartners Research Vice President Steve Kleynhans jetzt in einem Blogeintrag bekräftigt.

"Die Leute bei Microsoft arbeiten sehr hart daran, um unsere Vorhersage Lügen zu strafen. Der Teufel liegt aber wie immer im Detail und im Moment sehen diese Details noch ziemlich ungehobelt aus", so Kleynhans.

Microsoft hält an Jänner 2007 fest
Er hob allerdings auch eine Reihe von Entwicklungsfortschritten seit der Veröffentlichung der Beta-Versionen hervor. Bei Microsoft will man sich von den wiederholten Zwischenrufen nicht stören lassen. "Bei allem Respekt für Gartner können wir deren Ansicht in diesem Fall nicht teilen", so Microsoft-Produktmanager Robert Lampl.

Arbeit unter Hochdruck
Man arbeite mit Hochdruck auf die ursprünglich genannten Termine hin und sei auch weiterhin optimistisch, Business-Kunden Ende des Jahres und Home-Anwender im Jänner 2007 mit dem neuen Betriebssystem ausstatten zu können. Für die Sorgen von Business-Kunden, vor allem aber auch des Handels, der vor allem um sein Weihnachtsgeschäft fürchtet, zeigt Microsoft Verständnis.

Angebot für Handel und Kunden
"Natürlich will der Handel ein optimales Geschäft machen. Es herrscht aber auch Einigkeit darüber, dass die Qualität des Produktes über allem anderen stehen muss", so Lampl. Was das Weihnachtsgeschäft betreffe, seien überdies konkrete Szenarien in Planung, die Kunden ein nachträgliches Upgrade auf Windows Vista erleichtern werden, so Lampl.

Windows Vista wird laufend erneuert

Statt wie bisher immer neue Vollversionen herauszubringen, soll das neue System Windows Vista ein Langzeitprojekt werden, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Das erklärte der Direktor des Labors, Andrew Herbert, bei den Technologiegesprächen des Europäischen Forums Alpbach am Freitag. Schon 2008 soll es demnach eine erste "Auffrischung" für Windows Vista geben.

"Eine neue Windows-Generation"

Vista sei "der erste Schritt einer neuen Windows-Generation. Wir wechseln zu einem Modell, wo es kontinuierlich relativ viele Änderungen gibt. Das Betriebssystem wird nicht mehr komplett ersetzt werden wie bei den Versionen zuvor. Von der technische Seite wird es aber nur noch Auffrischungen geben. Neue Teile werden ergänzt, alte herausgenommen", erklärte Herbert.

In viele Einzelteile gegliedertDer Forschungsdirektor begründete damit auch die Verzögerungen bei der Einführung des neuen Betriebssystems. Die Vorgängerversion Windows XP hatte Microsoft schon vor mehr als fünf Jahren im Oktober 2001 auf den Markt gebracht."Wir wollten Windows stärker in Teile gliedern, damit wir die Teile rascher und effizienter ändern können. Das hat uns mehr Zeit gekostet als erwartet", rechtfertigte sich Herbert.

Denkbar ist dabei laut Herbert ein Abo, durch das Kunden regelmäßig mit der neuesten Version versorgt werden. "Das Betriebssystem wird ein installierter Kern, Teile werden aber immer wieder automatisch aus dem Internet ergänzt, so wie sich das System heute schon automatisch updatet."

EU-Strafe hat auch Positives

Überraschend Positives kann der Forscher den Wettbewerbsverfahren der Europäischen Union gegen Microsoft abgewinnen."Keiner bei uns freut sich darüber, dass Microsoft bestraft wird. Es gibt aber Synergien zwischen dem, was wir in der Forschung machen, und dem, was die EU-Kommission fordert", sagte Herbert dazu. Selbst intern habe das Unternehmen teilweise seine Schnittstellen nicht mehr gekannt. Einige der Forderungen der EU seien äußerst hilfreich gewesen.