Windows XP-Tipps
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14 Juni 2006

Datenrettung oder Datenpfusch

Erst der unsachgemäße Versuch, Daten zu retten, führt oft tatsächlich zu ihrem endgültigen Verlust, ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage der auf Datenrettung spezialisierten Firma Kroll Ontrack.

Bedenklich sei demnach, dass nur 13 Prozent der Befragten in Firmen zuerst daran denken, die IT-Abteilung ihrer Firma zu benachrichtigen. Hingegen versuchen 75 Prozent der befragten Angestellten, den Datenverlust im Alleingang zu beheben.

Spezielle Software zur Datenrettung, mit der die verlorenen Daten in vielen Fällen auch in Eigenregie wiederhergestellt werden können, sollten laut Kroll nicht eingesetzt werden, wenn Anzeichen für einen Hardware-Defekt vorliegen.

Bei einem Festplatten-Crash seien oft Geräusche wie ein Klackern, Reiben oder sehr hohe Töne wahrnehmbar. Ein Neustart könne die Festplatte endgültig zerstören, heißt es.

Durch Wasser beschädigte Datenträger sollten feucht gehalten werden - im Wasser belassen oder in feuchte Tücher eingewickelt - und sofort in ein Datenrettungslabor gebracht werden. Deutlich abgeraten wird davon, durch Wasser beschädigte Datenträger mit Wärme [zum Beispiel mit dem Föhn] zu trocknen. Festplatten, die mit Salzwasser in Berührung gekommen sind, erfordern eine spezielle Behandlung.
05 Juni 2006

Microsoft rückt Windows-Raubkopien auf den Leib

Bei der Echtheitsüberprüfung von Windows-XP-Software legt Microsoft ab sofort eine härtere Gangart ein.

Das bereits im Jahr 2005 vorgestellte Windows-Genuine-Advantage- Konzept (WGA) sieht eine freiwillige Überprüfung des Produktschlüssels vor und konnte bisher manuell durchgeführt werden, um sich den legitimen Einsatz von Windows bestätigen zu lassen. Vor einigen Monaten bereits bei englischsprachigen XP-Systemen eingeführt, hat Microsoft nun auch im deutschsprachigen Raum eine neue Benachrichtigungsfunktion eingeführt, die Anwender mittels Auto-Update hinzufügen können.

Dieser WGA-Notifier, der Microsoft zufolge auf freiwilliger Basis installiert werden kann, macht sich im Falle einer illegitimen Windows-Version spürbar bemerkbar. So werden Anwender von betroffenen Systemen fortan bei jedem Windows-Start mit einem Warndialog konfrontiert, der den Start des Betriebssystems mit dem Hinweis "Diese Kopie ist keine Originalversion" so lange blockiert, bis er vom User weggeklickt wird. Darüber hinaus stattet die Zusatzfunktion die Windows-Oberfläche mit einem neuen Icon in der Taskleiste aus, das den Anwender in regelmäßigen Abständen in Popup-Manier zum Erwerb einer legalen Version auffordert.

"Das WGA-Konzept wird schon länger angewendet und arbeitet vollkommen anonymisiert", meint Microsoft-Austria-Sprecher Thomas Lutz. Weder könnten damit private Daten gesammelt noch Anwender persönlich zurückverfolgt werden, so Lutz weiter. Neu sind dem Microsoft-Sprecher zufolge lediglich die visuellen Benachrichtigungen, die auf die illegitime Version hinweisen.

Lutz bestätigte zudem, dass Windows Vista und alle anderen Windows-verwandten Programme der nächsten Generation auf das WGA-Konzept aufbauen würden. Hier wolle man mit Betroffenen durchaus offensiver in den Dialog treten als in der Vergangenheit, so Lutz abschließend.

100-Dollar-Laptop

Der am Massachusetts Institute of Technology entwickelte und in den vergangenen Monaten viel diskutierte 100-Dollar-Laptop nimmt konkrete Formen an.

Neben Bilder von ersten Prototypen wurden nun auch die Hardwarespezifikationen veröffentlicht. Wie angekündigt, wird der Laptop mit einem AMD-CPU, ohne Festplatte und insgesamt geringem Stromverbrauch gebaut.

Herzstück des Billig-Notebooks ist ein AMD-Prozessor mit 400 Megahertz. An Speicherbausteinen finden sich 128 Megabyte RAM und 512 Kilobyte SPI-Interface-Flash-ROM mit LinuxBIOS. Eine konventionelle Festplatte sucht man vergeblich, da bewegliche Teile einen Schwachpunkt darstellen würden. Stattdessen wird als Massenspeicher ein SLC-NAND-Flash-Speicher mit einer Kapazität von 512 Megabyte seinen Dienst versehen. Der LCD-TFT-Flachbildschirm bietet eine Auflösung von 1200 mal 900 Bildpunkten.

Der Rechner wurde vor allem für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren konzipiert und daher auch im Design auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Bunte Farben sollen die jungen Nutzer ansprechen. Das Gehäuse hat abgerundete Ecken und ist aus besonders dickem und stabilem Plastik gefertigt. Insgesamt bringt das Notebook leichte 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde auch auf den niedrigen Stromverbrauch des Laptops gelegt. Auf die ursprünglich geplante Handkurbel wurde verzichtet, nun soll es ein Pedal zur manuellen Stromversorgung geben. Der 100-Laptop benötige nur ein Zehntel des üblichen Stromverbrauches, so die Entwickler.

Weiterer Augenmerk wurde auch auf die drahtlose Kommunikation sowie auf den Internetzugang gelegt. Verbindung mit andern Laptops wird durch ein Mesh-Netzwerk hergestellt. Dadurch wird jeder OLPC Laptop zum drahtlosen Router, wodurch der Zugang zum Internet erleichtert werden soll.